Ernährung

Man kann viel über die Ernährung lesen und sagen. Doch es gibt einige Richtlinien.

Katzen sind die spezialisiertesten Fleischfresser unter den Säugetieren. Pflanzen werden nur aufgenommen, da sie den Magen reizen und es ermöglichen Fell, das beim Putzen verschluckt wurde, wieder zu erbrechen. Geschieht das nicht, kann es zu schweren, gesundheitlichen Problemen kommen. Getreide gehört in keiner Form zum Diätplan von Katzen und ist auch nicht auf diesem erwünscht.

Kitekat, Whiskas, Sheba und so weiter zählen nicht zu den bevorzugten Futtermitteln sondern gleichen ernährungstechnisch dem, was bei uns Menschen Fast Food wäre. Zahnstein, Nierenprobleme und Allergien können einige Folgen falscher Futtermittel sein.

Viele Futtermittelhersteller bieten unterschiedliche Futtermittel für verschiedene Lebensphasen und Bedürfnisse an. Bei Unsicherheiten hilft der Tierarzt oder die Tierärztin Ihres Vertrauens bei der Wahl des richtigen Futters. Auch wir helfen gerne weiter, wenn Sie Fragen haben sollten. Fühlen Sie sich frei dazu unser Kontaktformular zu nutzen.

Es gibt unterschiedliche Ansichten zu Freifressern und Futterplänen. Beides ist möglich aber wenn die Katze zu Übergewicht tendiert ist Freifressen die falsche Methode und man muss zur Regulation auf einen Futterplan umsteigen. das Futter muss auch nicht immer zum exakt selben Zeitpunkt gereicht werden, sondern viel eher im selben Zeitraum.

Trockenfutter ist grundsätzlich das selbe wie Feuchtfutter mit einem geringeren Wasseranteil. Dabei sollte man auch hier beachten, dass selbstverständlich das Trockenfutter im Vergleich billiger ist und die Katzen nicht so viel davon zu sich nehmen, da es aufquillt, allerdings sollte es nicht die einzige Nahrungsquelle sein, da auch das zu gesundheitlichen Problemen mit Zähnen und Herz führen kann. Mischmöglichkeiten sind freifressen mit Trockenfutter aber Feuchtfutter zu den Planzeiten. Man kann auch während der kalten Monate mehr Feuchtfutter reichen, da dann die Geruchsentwicklung nicht so stark ist und während der warmen Monate mehr Trockenfutter.

Rohfleisch ist ebenso eine Möglichkeit, sollte aber mit Bedacht eingesetzt werden. Gerade bei Hühnerfleisch ist Vorsicht geboten, da die Hohlknochen von Geflügel leicht splittern können, was zu Verletzungen führen kann. Auch wenn man etwas Gutes tun will sollte Fleisch UNTER KEINEN UMSTÄNDEN IN FETT ANGEBRATEN WERDEN.

Essenreste und Abfälle sind ebenso nicht Bestandteil des Speiseplans von Katzen, da ihre Körper, vor allem die Nieren, nicht mit Gewürzen umgehen können, dazu zählt auch Zucker. Deshalb sind Aufschnitte, Wurst, Kekse und so weiter nicht für Katzen geeignet. Lesen Sie zum Thema Zucker auch in der Rubrik Sinne.

Hersteller von qualitativ hochwertigem Katzenfutter sind beispielsweise Animonda, Hills und Eukanuba. Dabei benötigen Katzen keine große Abwechslung beim Geschmack des Futters. Für Katzen zählen bereits kleinere Veränderungen als Ernährungsumstellung. Beispielsweise der Wechsel von Hühnergeschmack auf Fischgeschmack, selbst wenn das Futter vom selben Hersteller kommt. Das bedeutet, dass sich die Verdauung und der gesamte Körper erst umstellen muss, was es kompliziert macht einfach einen andere Geschmack zu wählen um der Katze einmal eine Freude zu bereiten.

Katzen sollten keine Milch bekommen, denn anders als in Film und TV dargestellt tut ihnen das nicht gut. Stattdessen sollte man stets für frisches Wasser sorgen, das man einmal täglich nachfüllt und sollte noch etwas vorhanden sein, den Rest des vergangenen Tages verwirft.

Man sollte sich nicht zu sehr mit Belohnungen zurück halten wenn unsere Lieblinge etwas gut gemacht haben oder gar unsere Erwartungen übertroffen haben, man sollte aber Leckereien auch nicht einfach so verteilen.

Ein erster Hinweis, dass die Katze Probleme mit der Verdauung oder der Ernährung hat ist der Verlust des Fellglanzes und ein unangenehmer Fellgeruch. Riecht der Kot säuerlich ist das ein Hinweis darauf, dass die Katze Parasiten hat oder in der Flora und Fauna des Dickdarms ein Ungleichgewicht vorherrscht, suchen Sie dazu bitte ihren Tierarzt auf, derartige Probleme sind schnell und leicht in den Griff zu bekommen, können unbehandelt aber ernsthafte, gesundheitliche Folgen nach sich ziehen.

Viele Tierärzte helfen gerne, manche nur halbherzig, doch Ernährungsberatung für Tiere gehört tatsächlich nicht zum Tätigkeitsbereich von Tierärzten. Dr. med. vet. Stefanie Handl und ihre Kollegen und Kolleginnen von der veterinärmedizinischen Universität in Wien haben sich diesem Thema verschrieben und können in diesem Bereich sehr spezifische Hilfe leisten.